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Blackout-Vorsorge — Checkliste für Haushalt und Gruppe

Ein echter Blackout ist mehr als 20 Minuten ohne Strom: kein Heizung, kein Wasserdruck (nach einiger Zeit), keine Kartenzahlung, Handynetz bricht nach wenigen Stunden zusammen. Diese Checkliste zeigt, wie ihr euch pragmatisch für bis zu 72 Stunden absichert — und warum die Gruppe um euch herum entscheidend ist.

Kurzfassung Deckt sechs Bereiche ab: Licht, Wasser, Kochen, Heizen, Kommunikation, Bargeld. Jeder Bereich braucht eine Lösung, die ohne Netzstrom funktioniert. Genauso wichtig: klare Absprachen mit Familie und Nachbarn, bevor es passiert.

Was ein Blackout wirklich bedeutet

Ein kurzer Stromausfall ist Alltag. Ein Blackout (> 24 Stunden, großflächig) hat Kaskadeneffekte, die viele unterschätzen:

Die Vorbereitung richtet sich nach diesem Zeitrahmen — nicht nach „was, wenn das Licht 10 Minuten ausgeht“.

1. Licht

2. Wasser

3. Kochen

4. Heizen (im Winter entscheidend)

5. Kommunikation

6. Bargeld und Dokumente

Warum Gruppe wichtiger ist als Einzelvorsorge

Jeder Haushalt kann 72 Stunden autark überstehen — danach wird es sozial. Wer seine Nachbarn kennt, hat enorme Vorteile: Medikamente, die jemand übrig hat; Brennholz, das die eine Familie hat und die andere nicht; eine ältere Person, die nicht alleine bleiben sollte; Kinder, die beschäftigt werden wollen.

Der wichtigste Einzelschritt in der Blackout-Vorsorge ist deshalb nicht der Kauf von Vorräten, sondern ein Gespräch im Treppenhaus oder auf der Straße: „Wenn wirklich mal der Strom länger weg ist — wer ist hier, auf wen können wir zählen, was hat jeder im Haus?“

Vorsorge gemeinsam organisieren

Wertekrise hilft euch, Packlisten, Treffpunkte und Verantwortlichkeiten mit eurer Gruppe (Familie, Freunde, Nachbarn) abzustimmen — offline verfügbar und als PDF druckbar.

Gruppe anlegen

Häufige Fragen zur Blackout-Vorsorge

Wie lange sollte der Vorrat reichen?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt 10 Tage Lebensmittel und Wasser. 72 Stunden sind das absolute Minimum, mit dem man Zeit gewinnt.

Muss ich einen Generator kaufen?

Für die meisten Haushalte nein — Generatoren sind teuer, laut, brauchen Treibstoff, dürfen nicht innen laufen. Eine leistungsstarke Powerstation (LiFePO4) ist oft die bessere Wahl für Licht, Laden und ggf. Kühltruhe.

Ist das nicht übertrieben?

Die gleiche Frage wurde 2020 zum Pandemie-Thema gestellt, 2022 zur Gasversorgung. Vorsorge ist nicht Angst — es ist, dass man sich im Ernstfall nicht ärgert.